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Presseaussendung vom 12.09.2016

Startschuss für die Wohnbauoffensive im Stadtteil Ebelsberg

Kooperatives Planungsverfahren startet im Herbst 2016

Das etwa 330.000 Quadratmeter große Planungsgebiet umfasst die frühere Kaserne und die „Sommergründe“. (Foto: Stadt Linz/Pertlwieser)

Umsichtige Stadtentwicklung auf einem Areal in der Größe von 330.000 m2

Das derzeit wichtigste Entwicklungsgebiet für den Wohnbau in Linz liegt im Stadtteil Ebelsberg. Auf dem Areal der Hiller-Kaserne sowie den überwiegend nördlich angrenzenden Flächen mit einer Gesamtgröße von insgesamt zirka 330.000 Quadratmetern (Fläche von 46 Fußballfeldern) besteht das Potential für die Entwicklung eines lebenswerten, neuen Stadtquartiers.

Das zirka 175.000 Quadratmeter große Kasernenareal befindet sich im Eigentum der WSF-Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe, die das Grundstück im Februar 2016 gekauft hat.

Über etwa 155.000 Quadratmeter verfügen hier die Wohnungsgesellschaften WAG, EBS, GIWOG, Neue Heimat und EGW Heimstätte mit den von ihnen bereits 2014 erworbenen Grundstücke der „Sommergründe“ sowie weiterer, angeschlossener Flächen.

Die Stadt Linz legt großen Wert auf einen sorgfältigen Planungsprozess, damit die großen Chancen für eine lebenswerte Stadtentwicklung im Linzer Süden optimal genutzt werden können. Die im Rahmen des planerischen Prozesses entstehenden, vielfältigen Interessen der Bevölkerung, der Bauträger, der Stadt Linz und weiterer Anspruchsgruppen werden dabei in einem kooperativen Planungsverfahren beste Berücksichtigung finden.

Dabei werden die geplanten Wohnbauprojekte der WSF-Privatstiftung am ehemaligen Kasernenareal und der Wohnungsgesellschaften WAG, EBS, GIWOG, Neue Heimat und EGW Heimstätte auf den Sommergründen zwar voneinander unabhängig, aber aus stadtplanerischer Sicht jedenfalls gemeinsam entwickelt werden. Gesamthaft soll hier ein neuer, attraktiver und autarker Stadtteil im Linzer Süden entstehen, in dem sich die zukünftigen Bewohner wohlfühlen und identifizieren werden.

Enge Zusammenarbeit zwischen Stadt Linz, Wohnbauträgern, und WSF-Privatstiftung auf Basis gemeinsamer Ziele

In mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitssitzungen (Teilnehmer: WSF-Privatstiftung, WAG, EBS, GIWOG, Neue Heimat, EGW Heimstätte und Stadt Linz) wurde nun der gemeinsame Weg für die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals und der angrenzenden Sommergründe abgesteckt. Als Grundlage für die weitere Vorgangsweise wurden grundsätzliche, gemeinsame Planungsziele erarbeitet:

Gemeinsame Planungsgrundsätze

  • Hohe Qualität der Architektur und der Freiraumplanung
  • Leistbare Preise für Miet- und Eigentumswohnungen
  • Bedarfsorientierte und unterschiedliche Wohnungsgrößen
  • Wohnraum für verschiedene Gesellschaftsschichten
  • Attraktive Grün- und Erholungsflächen
  • Gute Infrastruktur (Verkehr, Nahversorgung, medizinische Versorgung Kinderbetreuungeinrichtungen, Schulen, ...)

Professionelle Entwicklung im Rahmen eines Projektvertrages

Projektvertrag „Masterplan Ebelsberg“

Die enge Kooperation zwischen Stadt Linz, den Wohnbauträgern und dem privaten Investor WSF-Privatstiftung bei den mit der Entwicklung des Masterplans verbundenen Aufgaben wird in einem Projektvertrag verankert.
Zielsetzung dabei ist die Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs sowie die Einrichtung einer Projektgruppe. Die Realisierung der baulichen Maßnahmen erfolgt auf Basis dieses Entwurfs.

Projektpartner

Die an diesem Projekt beteiligten Partner sind die WSF-Privatstiftung, die Wohnbauträger WAG Wohnungsanlagen GesmbH, EBS Wohnungsgesellschaft mbH Linz, GIWOG - Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG, NEUE HEIMAT Oberösterreich Gemeinnützige Wohnungs- und SiedlungsgesmbH, EGW - Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Heimstätte Gesellschaft mbH sowie die Stadt Linz.

Ausgangslage/Chronologie

Am 22. Mai 2014 hat der Gemeinderat der Stadt Linz die Entwicklung eines „Masterplans“ für ein familienfreundliches, sozial und ökologisch ausgewogenes Stadtquartier beim Kasernenareal Ebelsberg beschlossen.

Am 11. April 2016 – nach Abschluss der Verwertungsprozesse – hat der Gemeinderat der Stadt Linz die Entwicklung eines „Masterplans“ für das „Hiller-Areal“ und der angrenzenden „Sommergründe“, die Einrichtung einer Projektgruppe – bestehend aus Mitgliedern der Projektpartner sowie temporär hinzugezogenen Fachleuten – und die Festlegung eines Projektvertrages beschlossen.

Kooperatives Planungsverfahren für städtebaulichen Entwurf

Mut zur innovativen Vorgangsweise bei der Planung

Die Projektpartner haben sich sehr intensiv mit unterschiedlichen Planungsmethoden beschäftigt und kamen zur Überzeugung, dass die vielfältigen Interessen der Bevölkerung, der Bauträger und der Stadt Linz, die im Rahmen des planerischen Prozesses entstehen, in einem durchgehenden kooperativen Planungsverfahren (mit abschließender Vorlage eines städtebaulichen Entwurfes) am besten berücksichtigt werden. Dies ersetzt das Instrumentarium eines städtebaulichen Wettbewerbs.

Eine Adaptierung bzw. Präzisierung des Gemeinderatsbeschlusses vom 11. April 2016 nimmt auf diesen Umstand Bedacht. Dies wird auch dem Gemeinderat der Stadt Linz berichtet und eine diesbezügliche Beschlussfassung angestrebt. Hierbei wird in Bezug auf das Verfahrensdesign dargestellt, dass die Entwicklung des Masterplans ausschließlich durch ein kooperatives Planungsverfahren erfolgen wird. Alle anderen bereits festgelegten Inhalte bleiben unverändert.

Durch den Einsatz des kooperativen Planungsverfahrens wird letztlich ein mit vielen Stakeholdern abgestimmter, städtebaulicher Entwurf vorliegen. Dieser soll für die nachfolgende Ausarbeitung raumordnungsrechtlicher Vorgaben durch die Stadt Linz (Bebauungspläne etc.) nachvollziehbare, verwertbare und mit allen relevanten Beteiligten abgestimmten Grundlagen enthalten.

Die Projektgruppe ist ein gesamtphasenbegleitendes Projektbetreuungs-Team für die Umsetzung des geplanten Stadtquartiers, beginnend mit der Entwicklung eines „Masterplans“ für das definierte Gebiet. Die zur Realisierung aller baulichen, infrastrukturellen und sozialplanerischen Maßnahmen erforderlichen Schritte sind nach Abschluss dieses Projektes gegebenenfalls im Rahmen weiterer Projekte abzuwickeln.

Statements

Statement Bürgermeister Luger

„Moderne Stadtentwicklung heißt für mich, über die Grenzen hinaus zu denken und Herausforderungen wahrzunehmen. Das Areal der Kaserne Ebelsberg sowie die angrenzenden Gründe besitzen das Potenzial Neues zu entwickeln. Aufstrebende Städte mit ihrem begrenzten Flächenangebot, wie es sich auch in Linz der Fall ist, können nur durch einen innovativen Städtebau punkten. Durch ein kooperatives Planungsverfahren haben wir die Chance, für die Linzerinnen und Linzer einen baulichen Mehrwert zu generieren. Unterschiedliche Interessen werden bei der Planung miteinbezogen und ermöglichen so, ein attraktives Lebensumfeld zu schaffen.“

Statement Stadtrat Hein

„Eine moderne Stadtplanung muss auch neue Wege gehen. Ein rein kooperatives Planungsverfahren, das einen fertigen städteplanerischen Entwurf liefert, hat es in dieser Größenordnung in ganz Oberösterreich noch nie gegeben. Dies unterstreicht die Innovationsbereitschaft der Stadt Linz, die zum Ziel hat, künftigen Bewohnern ein lebenswertes Wohnumfeld zu schaffen.“

Statement Direktor Dr. Georg Pilarz (GIWOG)

Die GIWOG freut sich, gemeinsam mit Ihren Partnern durch die Errichtung von Wohnungen einen wichtigen Beitrag zur Wohnoffensive der Stadt und zur Entwicklung des Südens von Linz leisten zu können. Wir sind überzeugt, dass mit dem heute vorgestellten kooperativen Planungsverfahren die Grundlagen für die Bebauung einer derart großen Liegenschaft verfahrensökonomisch und in einer Form erarbeitet werden können, welche die unterschiedlichen Interessen der Eigentümer, der Stadt und der benachbarten und zukünftigen Bewohner gebührend berücksichtigt. Wir freuen uns, dass Politik Stadtplanung diesen innovativen Weg erstmalig, gemeinsam mit uns beschreitet.

Statement Direktor Mag. Robert Oberleitner (Neue Heimat)

„Das kooperative Planungsverfahren ist ein innovativer Ansatz für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung und die Grundlage für familiengerechtes Wohnen im Süden von Linz. Wir sind überzeugt, dass dieses Verfahren die Grundlage für bedarfsgerechten Wohnbau mit entsprechender Infrastruktur in Linz bietet.“

Statement Direktor Mag. Wolfgang Schön (WAG)

„Das Konsortium der Eigentümer der ehemaligen Sommergründe legt
auf Qualität und Vielfalt in der Projektentwicklung höchsten Wert.
Dies wird durch das kooperative Planungsverfahren sichergestellt.“

Statement Mag. Christian Mitterhauser (WSF-Privatstiftung)

„Die Zusammenarbeit mit den Projektpartner und der Stadt Linz funktioniert sehr gut. Wir verfolgen dieselben Ziele. Ich bin daher überzeugt, dass wir in Ebelsberg ein qualitätsvolles Wohnbauprojekt mit dem Fokus „Leistbarkeit“ umsetzen.“


Projektbeteiligte

Begleitgruppe bestehend aus: Lenkungsteam, Expertenteam, Beraterteam
Planungsteams bestehend aus: Drei Planungsteams Stadtentwicklung, 1 Planungsteam Landschaftsarchitektur
Verfahrenssteuerung: Kleboth Lindinger Dollnig ZT GmbH

Übersicht des Verfahrens

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Infrastrukturreferent Stadtrat DI Markus Hein , Mag. Christian Mitterhauser (WSF-Privatstiftung), Direktor Mag. Wolfgang Schön (WAG), Direktor Mag. Robert Oberleitner (Neue Heimat), Direktor Dr. Georg Pilarz (GIWOG), Direktor DI Gunter Amesberger (Stadt Linz) zum Thema „Startschuss für die Wohnbauoffensive im Stadtteil Ebelsberg“)

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at


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