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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 12.06.2015

Neuer Meilenstein durch Verbesserung der Nahversorgung in Linzer Altstadt (Foto)

Die Linzer Altstadt hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung genommen. Von der einst reinen „Ausgehmeile“ hat sich die Altstadt inzwischen in ein lebendiges Zentrum mit modernen Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten im historischen Ambiente entwickelt. Einen weiteren Meilenstein zur positiven Weiterentwicklung und zur Verbesserung der Nahversorgung im Stadtzentrum soll die Revitalisierung der Markthalle bringen. Dafür hat die Stadt Linz gemeinsam mit Vertretern des Vereins „Altstadt neu“ ein Konzept erarbeitet, das innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden soll. Mit dem Verkauf des Gebäudes Altstadt 12 an die „ALE Entwicklungsgesellschaft GmbH“ des Investors und erfolgreichen Altstadt-Entwicklers Walter Mayer wird ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung einer lebendigen und pulsierenden Linzer Altstadt gesetzt.

Veranstaltungszentrum
Das gemeinsam entwickelte Konzept sieht eine Kombination des traditionellen Marktbereiches mit einem kommunikativen und kreativen Veranstaltungszentrum vor.

„Die vorhandene hohe Kaufkraft macht Linz nicht nur zu einer der interessantesten Adressen für den Handel, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort. Mit der Attraktivierung der Markthalle schaffen wir ein weiteres interessantes Angebot in der Linzer Altstadt. Gemeinsam mit privaten Unterstützern ist in den vergangenen Jahren in der Altstadt viel geschehen. Neue Boutiquen und Geschäftslokale bereichern das Geviert und machen es zu einem kleinen Schmuckstück. Die Attraktivierung der Linzer Altstadt ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit.“
Bürgermeister Klaus Luger

„Unsere Linzer Altstadt ist mit den historisch, städtebaulich und architektonisch bedeutenden Gebäuden ein wichtiger touristischer und gastronomischer Anziehungspunkt. Mit dem vorliegenden Konzept entstehen neue Räume für Kreative und Kunstschaffende und damit die Chance für eine weitere Aufwertung des gesamten Viertels“.
Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier

„Die Revitalisierung der Markthalle stärkt das Profil, das sich die Altstadt mit ihren vielen kleinen und feinen Geschäften in den letzten Jahren aufgebaut hat. Die Altstadt ist attraktiv, aber es fehlt noch an Tages- und Abendfrequenz. Mit der Doppelnutzung als Markthalle und Veranstaltungslokation entsteht ein neuer Frequenzbringer. Damit wird die gesamte Altstadt als Standort für Tagesgeschäfte und für die Abendgastronomie gestärkt.“
Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider

„Unsere Altstadt soll für die BewohnerInnen und BesucherInnen Tag und Nacht gleichermaßen attraktiv sein. Mit der Revitalisierung der Markthalle beschleunigen wir den Imagewandel der Altstadt von der reinen Fortgehmeile zu einem Genuß-Hotspot. So wie in vielen andere Städte entwickelt sich die Altstadt auch Linz zu einem Magnet, der den Menschen entspannte Abwechslung bietet.“
Vizebürgermeister Christian Forsterleitner

Linzer Altstadt: Erfolgreicher Wandel

Die Situation in der Linzer Altstadt hat noch vor wenigen Jahren zu Recht für Kritik gesorgt. Durch mangelnde Akzente bei der Erhaltung der historischen Bausubstanz und dem sinkenden Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und vereinzelten Problemen mit LokalbesucherInnen hat der historische Stadtkern sukzessive an Attraktivität verloren. Eine Reihe von Maßnahmen hat die Situation in den letzten Jahren und Monaten sehr erfolgreich verändert. Dass die Linzer Altstadt heute wieder ein attraktives und wachsendes Stadtviertel ist, darüber sind sich die Verantwortlichen für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus, Bürgermeister Klaus Luger, Stadträtin Susanne Wegscheider und Vizebürgermeister Bernhard Baier einig.

Wohnen und Shoppen in der Altstadt boomt

Der historische Stadtkern ist für viele Städte für BewohnerInnen und TouristInnen ein beliebter Anziehungspunkt. Aufgrund des gestiegenen Angebotes an renovierten Altbauwohnungen und neuen Geschäften haben in den letzten Jahren auch in Linz immer mehr Menschen die Altstadt als Wohnviertel mit besonderer Atmosphäre und einem bunten Shopping-Mix entdeckt und sich deshalb hier angesiedelt. Mit ansprechenden Aktivitäten trägt auch der Verein „Altstadt neu“ wesentlich zur steigenden Beliebtheit der Linzer Altstadt bei.

LinzerInnen wollen auch mehr Veranstaltungen in Altstadt

Eine Umfrage zur Linzer Altstadt hat deutlich gezeigt, dass sich die AltstadtbewohnerInnen und -besucherInnen mehr Veranstaltungen wünschen. Durch die Neugestaltung der Markthalle wird es in der Altstadt künftig auch die Möglichkeit geben, größere Veranstaltungen „indoor“ durchzuführen. Gelungene Beispiele für das gemeinsame Engagement der BewohnerInnen und Gewerbetreibenden sind das seit einigen Jahren stattfindende Fest „Dorf in der Stadt“ oder die „Altstadt-Klangzeit“ sowie die „Altstadt-Märchenzeit“.

Mit „Kunst & Können“ und „Wein & Kunst“ ist es gelungen zwei Veranstaltungsreihen aufzubauen, die auch viele BesucherInnen aus der Region in die Altstadt ziehen, um auch neue BesucherInnenschichten für die Linzer Altstadt zu interessieren. Treibende Kraft hinter diesen Aktivitäten ist der Verein „Altstadt neu“, der personell von der Linzer Einkaufsstraßenbetreuung unterstützt wird und zu den aktivsten und innovativsten Stadtteilen IG´s (Interessensgemeinschaften) gehört. Ermöglicht werden diese Gemeinschaftsaktivitäten durch eine finanzielle Unterstützung von bis zu 50 Prozent durch das Wirtschaftsressort der Stadt Linz und des Landes OÖ.

Die Altstadt ist durch die vielfältigen Veranstaltungen und die vielen neuen und besonderen Tages-Geschäftslokale in den letzten Jahren immer attraktiver geworden. Die Wochenfrequenz ist mit 19.100 PassantInnen (bis 19 Uhr) in der Hofgasse im Vorjahr zwar um knapp fünf Prozent gestiegen, liegt aber auf einem noch immer niedrigen Niveau. Um die Altstadt als Standort für Tages-Geschäfte und Abendgastronomie zu stärken und nachhaltig das Überleben der engagierten Geschäfte zu sichern, ist eine Stärkung der Tages- und Abendfrequenz notwendig. Die Revitalisierung der Markthalle in Kombination mit einer Veranstaltungshalle stärkt die Infrastruktur der Altstadt und wird ein neuer Frequenzbringer für die Tages- und Abendfrequenz sein.

Markthalle neu: Moderne Nahversorgung und Veranstaltungslocation

Mit diesem „Zuzug“ in die Altstadt ist auch die Nachfrage nach einer modernen Nahversorgungseinrichtung gewachsen. Das geht auch aus einer Umfrage unter den BewohnerInnen, Gewerbetreiben und GastronomInnen der Altstadt hervor. Die Stadt Linz hat daher gemeinsam mit dem Verein „Altstadt neu“ ein Konzept zur Modernisierung und Revitalisierung der Markthalle entwickelt. Dieses Konzept sieht eine Kombination von traditionellem Marktflair mit einer kreativen Veranstaltungs- und Kommunikationslocation vor  ein Novum für die Linzer Altstadt und ein wichtiger Schritt zu deren positiven Weiterentwicklung.

Eine typische Marktsituation soll im Erdgeschoß in Form von 5 bis 6 Kojen mit einem vielfältigen Lebensmittelsortiment (Fisch, Käse, Obst, Gemüse, Fleisch) entstehen. Regionalität, Frische, Vielfalt und Qualität stehen dabei im Vordergrund. Ebenso sollen Möglichkeiten zur direkten Verkostung der Produkte zu einem lebendigen und bunten Einkaufserlebnis beitragen.

Im Obergeschoß soll durch Umbauten eine Veranstaltungshalle geschaffen werden, die durch eine oder zwei großzügige Freitreppen vom Erdgeschoss aus erschlossen wird. Das Erdgeschoss kann somit bei geschlossenen Kiosken (Abendveranstaltungen) mit in den Veranstaltungsbereich einbezogen werden. Die Einbindung des Vereins „Altstadt neu“ in das Management der Markthalle soll den richtigen Mix und die bestmögliche Abstimmung der Anbieter mit den Veranstaltungsräumen sicherstellen.

Markthalle in der Linzer Altstadt
Die Markthalle in der Linzer Altstadt soll gemeinsam mit einem privaten Investor umgestaltet und zu einem neuen „Dorfplatz“ in der immer belebteren Linzer Altstadt werden

Marktbereich
Im bestehenden traditionellen Marktbereich im Erdgeschoss sollen 5 bis 6 neue Verkaufsstände (Kojen) entstehen, wo auch der bisherige Pächter Platz finden wird.

Plan Markthallen, Kojen

Im Erdgeschoß (links) sollen die für Markthallen typischen Kojen den BesucherInnen ein vielfältiges Lebensmittelsortiment (Fisch, Käse, Obst, Gemüse, Fleisch) bieten. Das Obergeschoß (rechts) soll als Veranstaltungszentrum unter Einbeziehung der Marktstände adaptiert werden.
Die verfügbare Fläche der „Markthalle neu“ beträgt insgesamt ca. 540 m² (EG 265 m², OG 275 m²).

Erdgeschoss Ansicht von oben
Im umgestalteten Erdgeschoss sollen neben 5 bis 6 Marktständen ein Ort zum Einkaufen und sozialer Treffpunkt entstehen.

Verkostungsbereich
Ebenso sollen Möglichkeiten zur direkten Verkostung der Produkte zu einem lebendigen und bunten Einkaufserlebnis beitragen.

Erfolgreiche Attraktivierung durch privates Engagement

Die Neupositionierung der Linzer Altstadt ist ein gelungenes Beispiel für das Zusammenwirken der Stadt mit privaten Investoren. Die positive Entwicklung der Linzer Altstadt basiert auf der zielgerichteten Zusammenarbeit der Stadt Linz mit privaten Investoren und dem Verein „Altstadt neu“. Die wenigen „Problemlokale“ wurden geschlossen, Immobilien modernisiert und ein Konzept für eine lebendige und vielfältige Altstadt mit attraktiven Angeboten und Veranstaltungen schrittweise umgesetzt.

Das Engagement privater Investoren geht auf die Initiative von Mag. Walter Mayer zurück. Der Kauf des Hauses Hofberg 3 im Jahr 2003 durch die Mayer Familien-Privatstiftung war der „Startschuss“ für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Altstadt. Seit 2003 haben die Mayer-Familien Privatstiftung sowie die Investorengruppe um die ALE GmbH in der Linzer Altstadt 12 Objekte erworben und revitalisiert. Zuletzt hat die ALE zwei weitere Objekte (ehem. Corretto und Asfalt) angemietet und für eine neue gewerbliche Nutzung adaptiert. Insgesamt wohnen und arbeiten heute über 200 Personen mehr in der Linzer Altstadt als noch vor 12 Jahren.

Beispiele für erfolgreiche Projekte der ALR GmbH und der Mayer Familien-Privatstiftung:

Markthalle: Bisheriger Betreiber auch im neuen Konzept vertreten

In der „Markthalle neu“ wird auch der bisherige Pächter der Markthalle wieder Platz finden. Für die Zeit des Umbaus wird zwischen dem neuen Eigentümer und dem bisherigen Pächter eine Übergangslösung getroffen. 

Haus Altstadt 12: Jahrhundertelanges Zentrum für Handel & Gewerbe

Im Jahr 1493 wird erstmalig ein Haus an der heutigen Adresse Altstadt 12/Tummelplatz 19 urkundlich erwähnt, 1524 wurde es dann von der Stadt Linz erworben und fand anfänglich  Verwendung als Salzlager. Kurz darauf fand das Haus durch einen Neubau Verwendung als städtisches Waaghaus direkt am altstädtischen Markt. Vergleichbar mit anderen Altstadthäusern wurden die Kellerräume als Warenlager vermietet. In den Jahren 1753 bis 1923 verpachtete die Stadt Linz das Waagamt. Die städtische Waage wurde 1923 mit dem Tod des letzten Pächters aufgelassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Wiederherstellung des bombenbeschädigten Gebäudes. In den 1950er Jahren wurden wiederum mehrere Adaptierungen vorgenommen, wo es auch zur Einrichtung der „Markthalle“ in seiner heutigen Ausgestaltung kam.

Markthallen: Gelungene österreichische & internationale Beispiele

In vielen Städten Österreichs und Europas gibt es Beispiele für eine gelungene Adaptierung und Nutzung historischer Markthallen. Diese sind vielerorts zu beliebten Kommunikationszentren und Genussmeilen geworden:

  • Markthalle Innsbruck: Neben dem Verkauf regionaler Produkte von A-Z ist dieser Ort auch ein beliebtes gastronomisches Zentrum direkt am Inn.

Markthalle Innsbruck
Markthalle Innsbruck (Quelle: AustrianAviationArt)

  • Markthalle „Kulinarium Burgenland“ (Eisenstadt): In den ehemaligen Stallungen des Schlosses Esterházy werden mehrmals wöchentlich regionale Produkte von Bauern bzw. ProduzentInnen der Umgebung verkauft. Betrieben wird die Halle von der „Forst- und Naturmanagement GmbH“.

Markthalle Eisenstadt
Markthalle Eisenstadt (Quelle: orf.at)

  • Markthalle Regensburg: Die von der „RS Projekt GmbH“ betriebene Halle im Herzen der Altstadt bietet auf 600 m² Fläche Marktstände, Cafés und Imbiss.

Markthalle Regensburg
Markthalle Regensburg (Quelle: Stadt Regensburg)

  • Markthalle IX Berlin-Kreuzberg: Das historische Baudenkmal aus 1891 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut. Sie wird heute von der „Markthalle Neun GmbH“ betrieben und besteht neben einem Wochenmarkt mit regionalen Erzeugnissen sowie Lebensmittel aus aller Welt auch als ein beliebter sozialer Treffpunkt mit Cafés und Restaurants.

Markthalle IX Berlin-Kreuzberg
Markthalle IX Berlin-Kreuzberg (Quelle: www.zitty.de)

  • Markthalle Dresden: Die historische Halle aus dem 19. Jahrhundert wurde 1997 durch die „Konsum Dresden eG“ erworben, saniert und beherbergt heute 16 MieterInnen mit Verkaufsständen.

Markthalle Dresden
Markthalle Dresden (Quelle: www.krencky24.de)

Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Neuer Meilenstein durch Verbesserung der Nahversorgung in Linzer Altstadt" von Bürgermeister
Klaus Luger, Vizebürgermeister Christian Forsterleitner, Vizebürgermeister
Mag. Bernhard Baier und Stadträtin KR Susanne Wegscheider)

Kontakt:
Mag. Oliver Theusl
Tel.: +43 732 7070 2306

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