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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 27.06.2012

Neue Straßennamen für Linz

„Glognerweg“ und „Montessoriweg“ neu in Pichling

Im Gedenken an die ehemalige Schauspielerin am Linzer Landestheater, Silvia Glogner, und die Reformpädagogin Maria Montessori wurden zwei neue Verkehrsflächen nach den beiden Frauen benannt. Dies wurde in der Stadtsenatssitzung vom 14. Juni beschlossen. Im Zuge der Aufschließung des Bauvorhabens der Alpine Bau GmbH in Pichling sind die bei Bedarf verlängerbaren Straßen entstanden. Eine von der Oidener Straße in ost-nordöstlicher Richtung verlaufende knapp 50 Meter lange Verkehrsfläche heißt künftig „Montessoriweg“, die andere „Glognerweg“.

Silvia Glogner wurde am 19. November 1940 in Berlin geboren und begann 1956 ihre Schauspielausbildung bei Paul Günther an der Fritz-Kirchhoff-Schule. Daneben genoss sie zusätzlich eine Ballettausbildung. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1958 am Staatstheater Braunschweig. Weitere Stationen waren Basel, Karlsruhe, Augsburg, Köln, Dortmund und Lübeck. 1976 holte sie Alfred Stögmüller an das Linzer Landestheater, wo sie mit einer zweijährigen Unterbrechung 35 Jahre als Schauspielerin tätig war. Sie zählte zu den größten Schauspielerinnen in der Geschichte des Landestheaters  und hat mit starken Charakterrollen und einem breiten Repertoire das Publikum weit über die Grenzen von Oberösterreich hinaus begeistert. Am 4. September 2011 wurde ihr der Titel „ Kammerschauspielerin“ verliehen, drei Tage später ist Silvia Glogner am 7. September 2011 verstorben.

Die in Chiaravalle bei Ancona geborene Maria Montessori (1870 - 1952) erwarb als erste Italienerin 1896 den medizinischen Doktorgrad in Rom. Von 1898 bis 1901 unterrichtete sie an einer staatlichen Lehrerbildungsanstalt für geistig behinderte Kinder. Seit 1900 war sie auch an der Universität Rom tätig, wo Maria Montessori von 1904 vier Jahre einen Lehrstuhl für Anthropologie inne hatte. Sie trat früh für die Frauenemanzipation und die Abschaffung der Kinderarbeit ein und beschäftigte sich besonders mit der Erziehung geistig behinderter Menschen. 1907 übernahm sie ein Kinderhaus. Daraus entwickelte die auch international tätige Frau die heute weltweit anerkannte Montessoripädagogik. Die Reformpädagogin verstarb 1952 in Noordwijk aan Zee in Holland.

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