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WIRTSCHAFT
Presseaussendung vom 30.01.2012

Linz-Wels belegt Platz 1 der Wirtschaftsregionen Österreichs

Im aktuellen Ranking der Statistik Austria der NUTS  3-Regionen Österreichs mit dem höchsten Bruttoregionalprodukt (= regionales BIP) pro EinwohnerIn belegt 2009 die Wirtschaftsregion Linz-Wels erstmals alleinig den ersten Platz, nachdem in der Vorjahreswertung Linz-Wels zu Wien ex aequo auf Platz 1 aufschließen konnte.
Mit einer Wirtschaftsleistung von 43.600 Euro pro EinwohnerIn liegt Linz-Wels nunmehr vor Wien mit 42.600 Euro. Es folgt Salzburg und Umgebung mit 40.800 Euro pro EinwohnerIn auf Platz 3 und der Region Wiener Umland-Südteil mit 38.600 Euro auf Platz 4. Im Ranking der Stadtregionen folgen Graz (37.900 Euro) auf Platz 6, Innsbruck (36.500 Euro) auf Platz 8, St. Pölten (34.700 Euro) auf Platz 9 und Klagenfurt-Villach (32.200 Euro) auf Platz 13 der insgesamt 35 NUTS 3-Regionen Österreichs. Der Österreich-Durchschnitt lag 2009 bei 32.900 Euro pro EinwohnerIn.

Die Region Linz-Wels umfasst 548.400 EinwohnerInnen. 2009 wurde ein Bruttoregionalprodukt (BRP) von 23,9 Milliarden Euro bzw. 43.600 Euro pro EinwohnerIn erwirtschaftet.

„Die Region mit der höchsten Wertschöpfung Österreichs zu sein ist eine hohe Auszeichnung für die Qualitäten des Wirtschaftsstandortes Linz-Wels. Die Stärke der Industrie zeigt, dass der produzierende Bereich hier Top-Rahmenbedingungen vorfindet. Die Zuwachsraten im Dienstleistungsbereich sind Beweis für Innovation, UnternehmerInnengeist und das Engagement der MitarbeiterInnen in den Betrieben,“ zeigen sich die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider und der Welser Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner über die Zahlen der Statistik Austria zum Bruttoregionalprodukt höchst erfreut.

Bruttoregionalprodukt (regionales BIP) der 35 NUTS 3-Regionen:

Von der Statistik Austria wird in Entsprechung zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch die regionale Entwicklung der Wirtschaftsleistung, das Bruttoregionalprodukt (BRP) = regionales BIP, für die Bundesländer (9 NUTS 2-Regionen) und die 35 NUTS-3 Regionen Österreichs (Zusammenfassungen von politischen Bezirken oder Gerichtsbezirken) berechnet. Die aktuell veröffentlichten Auswertungen umfassen die Zeitreihe bis 2009.

Oberösterreich ist in fünf NUTS 3-Regionen gegliedert: Linz-Wels, Steyr-Kirchdorf, Traunviertel, Innviertel und Mühlviertel.

Die NUTS 3-Region Linz-Wels besteht aus 78 Städten und Gemeinden und umfasst die politischen Bezirke Linz, Wels, Linz-Land, Wels-Land, Eferding und den Gerichtsbezirk Urfahr-Umgebung.

Mit 548.400 EinwohnerInnen (39 Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung) ist Linz-Wels die einwohnerstärkste NUTS 3-Region Oberösterreichs und nach Wien auch die zweitgrößte NUTS 3-Region Österreichs.

In Linz-Wels haben 351.300 Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz, das sind 48 Prozent der in Oberösterreich Erwerbstätigen. Das Verhältnis Bevölkerung – Erwerbstätige zeigt, dass die Region Linz-Wels viele EinpendlerInnen hat, die auch wesentlich zur hohen Wirtschaftsleistung von Linz-Wels beitragen.

Übersichtstabelle zum Ranking der NUTS 3-Regionen

Die sieben großen städtischen NUTS 3-Regionen sind markiert.

Auswertung nach den drei Wirtschaftssektoren

Gegliedert nach den drei Wirtschaftssektoren Land- und Forstwirtschaft, Produktion (Gewinnung von Rohstoffen, Herstellung von Waren, Energie und Wasser, Bau) und Dienstleistungen ergibt sich für die Region Linz-Wels folgende Verteilung der Bruttowertschöpfung 2009:

Bedeutung des Produktionsstandortes Linz-Wels

Mit einem Anteil an der Produktion von 33,7 Prozent hat die Region Linz-Wels den höchsten Industrieanteil aller städtischen Regionen und liegt auch über dem österreichischen Durchschnitt von 28,3 Prozent.

Im Wirtschaftssektor Produktion liegt die Bruttowertschöpfung (BWS) pro EinwohnerIn in Linz-Wels mit 13.300 Euro um 58 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt (8.400 Euro) im Ranking an dritter Stelle der 35 Regionen Österreichs. Nur die deutlich kleineren Regionen Steyr-Kirchdorf und Bludenz-Bregenzer Wald haben eine höhere industrielle Wertschöpfung pro EinwohnerIn.

Angesichts der Größe von Linz-Wels (zweitgrößte NUTS 3-Region nach EinwohnerInnen) und der überdurchschnittlich hohen Wertschöpfung im Produktionsbereich zeigt sich die herausragende Bedeutung des Industriestandortes Linz-Wels für Österreich.

Bedeutung des Dienstleistungsstandortes Linz-Wels

Im Österreich-Durchschnitt entfallen 70,3 Prozent der Bruttowertschöpfung auf den Bereich Dienstleistungen. Insbesonders die städtischen Regionen haben im Dienstleistungsbereich ihre Stärken und weisen einen noch höheren Anteil in diesem Bereich aus. Absoluter Spitzenreiter im Dienstleistungsbereich ist die Bundeshauptstadt Wien mit einem Dienstleistungsanteil von 83,1 Prozent. Nur in Linz-Wels liegt der Dienstleistungsanteil mit 65,9 Prozent unter dem Österreich-Durchschnitt.

Die genauere Analyse zeigt aber, dass dies nicht auf eine Schwäche im Dienstleistungsbereich zurückzuführen, sondern nur eine Folge der außergewöhnlichen Stärke im Produktionsbereich ist. Mit einer Bruttowertschöpfung (BWS) von 25.900 Euro im Dienstleistungsbereich liegt Linz-Wels um 24 Prozent über dem Österreich-Durchschnitt  (20.900 Euro).

Bemerkenswert ist, dass die industriell geprägte Region Linz-Wels im Ranking der 35 NUTS 3-Regionen auch im Dienstleistungsbereich die dritthöchste Bruttowertschöpfung Österreichs erwirtschaftet! Nur die Regionen Wien und Salzburg und Umgebung liegen bei der Dienstleistungs-Wertschöpfung pro EinwohnerIn vor Linz-Wels.

„Die Daten der Statistik Austria zeigen: Die Region Linz-Wels ist sowohl für Produktionsbetriebe als auch im Dienstleistungsbereich ein Top-Wirtschaftsstandort. Es sind die Stärken in beiden Bereichen, die Linz-Wels zur Wirtschaftsregion mit der höchsten Wertschöpfung Österreichs machen“, fasst Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider das für Linz-Wels überaus erfreuliche Ergebnis der jüngsten Studie zum Bruttoregionalprodukt der österreichischen Regionen zusammen.

Linz hat auch für die Zukunft gute Chancen die Top-Position zu halten. Stadträtin Wegscheider will dafür besonders die Bereiche Kreativität und Donau als wichtige Faktoren für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Linz forcieren: Kreativität ist der Rohstoff für neues Wirtschaftswachstum. Und mit der Donau hat Linz noch viel ungenütztes Potenzial. Sowohl als ökonomisch und ökologisch günstiger Transportweg für die exportorientierten Produktionsbetriebe  zu den Absatzmärkten in der Schwarzmeer-Region, als auch für die weichen Standortfaktoren Lebensqualität, Stadtgestaltung, Tourismus und die Entwicklung einer Kultur- und Kreativszene vom Salzamt über die Tabakfabrik zu den Kreativwirtschaftsbetrieben im Hafen.

Bei der Betriebsansiedlung stehen Linz und Wels vor ähnlichen Herausforderungen, da die gewidmeten Betriebsansiedlungsflächen zur Neige gehen. Im letzten Gemeinderat wurde eine der letzten Betriebsansiedlungsflächen im Südpark für eine Betriebserweiterung an die TMS vergeben.

Starke Wirtschaft steigert Kommunalsteuereinnahmen

„Wie sehr nationale und internationale Unternehmen die Region Linz-Wels schätzen, zeigt unter anderem die Tatsache, dass alleine in Wels die Einnahmen aus der Kommunalsteuer zwischen 2001 und 2011 um mehr als 67,5 Prozent gestiegen sind“, freut sich Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, der damit auf die Auswirkungen einer starken Wirtschaft auf die kommunalen Steuereinnahmen hinweist.

Bei der Kommunalsteuer zahlen die abgabepflichtigen Betriebe drei Prozent der Lohnsumme an die Städte und Gemeinden. Damit sind die Kommulsteuereinnahmen auch ein guter Indikator für die wirtschaftliche Stärke und Entwicklung einer Stadt.

Linz und Wels belegen im Vergleich der Kommunalsteuereinnahmen der größeren Städte Österreichs mit 615 Euro bzw. 496 Euro den ersten bzw. den zweiten (ex aequo mit Steyr) Platz.

Bei den Gesamt-Steuereinnahmen belegen Linz und Wels im Vergleich der größeren Städte Österreich die Ränge 1 und 4 (Vergleich ohne Wien, das auch als Bundesland Steuereinnahmen erhält). Basis für diese guten Werte sind die hohen Kommunalsteuereinnahmen von Linz und Wels.

Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, Wels

Wels bietet der Wirtschaft ein umfassendes Service

Die Region Linz-Wels ist seit Jahrhunderten als Schnittpunkt alter Handelswege das Zentrum einer wirtschaftlich bedeutenden Region. Wels verfügt derzeit über rund 4000 Arbeitsstätten, in denen rund 35.000 Beschäftigte einen Arbeitsplatz finden. Während rund 22.000 Menschen aus anderen Gemeinden zur Arbeit nach Wels kommen, pendeln etwa 8000 Welser aus. Die Lage mitten im oberösterreichischen Zentralraum und die verkehrsmäßig hervorragende Erschließung sind wichtige Vorteile für den Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort.

Im zusammenwachsenden Europa hat sich der Wettbewerb zwischen den Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandorten verschärft. Gute verkehrsmäßige Erschließung und ausreichend Grundflächen alleine sind zu wenig, um Firmen zu Investitionen und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu veranlassen. Es wird auch entsprechende Beratung, Service und rasche Abwicklung der Verfahren vorausgesetzt. Gerade dabei haben Linz und Wels der Wirtschaft einiges zu bieten: „Beim Magistrat Wels gibt es für jeden Investor eine konzentrierte Projektbesprechung, an der alle Sachverständigen sowie Behördenvertreter teilnehmen. Dabei hat der Investor alle für ihn wichtigen Ansprechpartner an einem Tisch. Die notwendigen Behördenverfahren, wie Bau-, Gewerbe- und Wasserrechtsverhandlung werden gleichzeitig abgewickelt, in der Regel wird schon am nächsten Tag der Bescheid ausgestellt. Vom Eintreffen des Ansuchens um Bau- und Gewerbebewilligung bei der Anlagebehörde des Magistrates bis zur Anberaumung der Verhandlung dauert es im Regelfall nicht länger als zwei Monate“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Lehner.

Bedarf an Betriebsansiedlungsflächen

Darüber hinaus existiert bei der Wels Marketing & Touristik GmbH mit dem Standortmarketing ein eigener Servicebereich für ansiedelungs- beziehungsweise erweiterungswillige Firmen. Dort werden Betriebe bis zur erfolgreichen Umsetzung ihres Projektes begleitet. Das Standortmarketing verfügt über eine Datenbank mit verfügbaren Grundstücken, Geschäftsflächen und Gewerbeobjekten, gibt Auskünfte über Wirtschaftsdaten der Stadt Wels und aktuelle Studien, die den Standort Wels betreffen. Informationen über mögliche Förderung, Kontaktherstellung zum Arbeitsmarktservice, zur Wirtschaftskammer und zur Technologie- und Marketinggesellschaft des Landes runden das Angebot des Standortmarketings ab. Derzeit liegen beim Standortmarketing rund 220 offene Anfragen – mit rund 400 Arbeitsplätzen. Jährlich werden rund 70 neue Anfragen von Unternehmen registriert. Im Jahr 2011 konnten 49 Firmen-Anfragen positiv abgeschlossen werden. 

 „Trotz dieser mehr als erfreulichen Zahlen für die Region Linz-Wels dürfen wir uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Aus diesem Grund setze ich mich in Wels mit vollem Engagement dafür ein, expansionsbereiten Unternehmen zusätzliche Betriebsbaugebiete zur Verfügung zu stellen“, so Stadtrat Lehner. So arbeite man derzeit intensiv an einer Umwidmung freier Flächen im westlichen Welser Stadtteil Wimpassing. Wichtig für einen starken Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort sei dabei auch die Anbindung an die überregionale Verkehrsinfrastruktur. Das genannte Gebiet in Wimpassing brauche daher unbedingt auch einen eigenen Autobahnanschluss. Darüber hinaus werde auch intensiv daran gearbeitet, einen Teil des Welser Flughafens in ein Betriebsbaugebiet umzuwandeln. „Wir loten derzeit alle Möglichkeiten aus, um den bis zum Jahr 2030 laufenden Untermietvertrag mit dem Fliegerclub Weiße Möwe aufzulösen. Wenn wir nicht bald eine Lösung finden, laufen wir Gefahr, dass namhafte Welser Firmen aus Wels absiedeln. Dies würde mehr als 1900 Arbeitsplätze weniger für unsere Stadt bedeuten“, so Stadtrat Lehner.

Äußerst positiv sieht der Welser Wirtschaftsstadtrat auch die Idee des geplanten Wirtschaftsparks „Voralpenland“. „Von dieser Kooperation würden sowohl die Stadt Wels als auch die 24 Umlandgemeinden im Bezirk Wels-Land profitieren. Der Wirtschaftspark kann uns dabei helfen, nationale und internationale Betriebe in unsere Region zu bringen und somit zusätzliche Arbeitsplätze und letztlich auch Steuereinnahmen zu schaffen“, sieht Lehner das Projekt des Landes Oberösterreich als „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider und Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner über die Entwicklung des Bruttoregionalprodukts in der Wirtschaftsregion Linz-Wels)


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