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Presseaussendung vom 01.12.2009

Eisenbahnbrücke ist für Linz unverzichtbar!

Linzer Verkehrsreferent ersucht ÖBB, Studie umgehend vorzulegen

Rund um die Diskussion der Sperre der Linzer Eisenbahnbrücke fordert der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger die ÖBB auf, umgehend die Stadt Linz zu informieren. Bereits im Vorfeld des Gipfels zwischen Land Oberösterreich, Stadt Linz, dem Denkmalamt und der ÖBB soll sich die Stadt als Hauptbetroffene ein Bild von der Lage machen können. „Für Linz ergeben sich ein ganze Reihe von offenen Fragen. Betroffen sind in Linz der PKW-Verkehr, RadfahrerInnen und FußgängerInnen, die Mühlkreisbahn und die Busse der LINZ LINIEN. Zudem spielt der Brückenstandort in sämtlichen Zukunftsüberlegungen für die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs eine wesentliche Rolle, egal, ob sie jetzt Regio-Liner, City-S-Bahn oder 2. Straßenbahnachse heißen mögen“, hält Luger unmissverständlich fest.

Seit 1900 steht die Linzer Eisenbahnbrücke vertraglich für den Eisenbahn- und Individualverkehr in der Landeshauptstadt zur Verfügung. In einem 1962 abgeschlossenen Vertrag zwischen der ÖBB und der Stadt Linz wurde geregelt, dass die Stadt für die Erhaltung und Erneuerung der Fahrbahn aufzukommen hat. Weitere Punkte betreffen die Erhaltungs-, Reinigungs- und Winterdienstverpflichtungen.

Laut inoffiziellen Aussagen der ÖBB stelle ein Gutachten die technische Haltbarkeit des Brückentragwerks stark in Frage. Man gehe von einem absehbaren Ende der Tragfähigkeit aus. Daraus ergäbe sich ein Kette von Fragen, die ohne Aufschub zu klären seien. Für den Linzer Verkehrsreferenten Klaus Luger ist der Brückenstandort für eine Donauquerung unverzichtbar. Derzeit queren rund 15 000 Fahrzeuge täglich die Brücke. Berechnungen zeigen, dass etwa 8 000 Fahrzeuge auf die Voest-Brücke und rund 6 000 Autos auf die Nibelungenbrücke ausweichen würden. Für die Nibelungenbrücke mit heute bereits 48 000 Fahrten würde sich daraus mit einem Schlag ein Zuwachs um mehr als zehn Prozent ergeben. Auf Dauer sei diese Umverteilung des Autoverkehrs aus Sicht der Stadt Linz nicht tragbar, so Luger weiter.

Neben der gegenwärtigen Nutzung spielt der Brückenstandort zudem für sämtliche Zukunftsprojekte eine zentrale Rolle. Sämtliche in Diskussion befindlichen Projekte – City-S-Bahn, Regio-Liner oder 2. Straßenbahnachse – haben einen direkten Bezug zum Standort Eisenbahnbrücke. Für diese Projekte beziehungsweise Planungen gäbe es zudem Landtags- und Gemeinderatsbeschlüsse. „Die Weiterarbeit an den für Linz so wichtigen Projekten für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs hängt ganz wesentlich von der Entscheidung ab, wie es mit der Eisenbahnbrücke weiter geht“, unterstreicht Luger nochmals die strategische Bedeutung dieser Donauquerung.

Auch die Zukunft der Mühlkreisbahn hänge eng mit der Eisenbahnbrücke zusammen. Denn eine Sperre der Brücke könnte laut ÖBB-Insidern in weiterer Folge die Einstellung der Mühlkreisbahn nach sich ziehen. Derzeit werden die Triebfahrzeuge wöchentlich für Wartungsarbeiten in die ÖBB-Werkstätten überstellt, wozu die Eisenbahnbrücke benützt wird. Eine Überstellung dieser Fahrzeuge sei selbst auf LKW-Tiefladern nicht möglich. Auf der Straße könnten derzeit nur einzelne Waggons transportiert werden, die Triebfahrzeuge der Desiro-Baureihe müssten somit in Einzelteile zerlegt werden, um auf der Straße transportiert werden zu können.

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