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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 31.08.2009

Unternehmensgruppe Stadt Linz baut Lehrstellenangebot weiter aus

Plus 25 Prozent: Neuaufnahmen von 110 auf 138 gestiegen

Neuerlich aufgestockt hat die Unternehmensgruppe Stadt Linz die Zahl der Lehrstellen. Während im Herbst 2008 110 Lehrlinge aufgenommen wurden, sind es heuer 138. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 25 Prozent. Das gesamte Lehrstellenangebot erreicht mit 384 nach 367 im Herbst 2008 einen neuen Rekordwert. Damit festigte die  Unternehmensgruppe Stadt Linz nach der Voestalpine ihre Position als zweitgrößter Linzer Berufsausbildner.

„Die Stadt Linz nimmt ihre Verantwortung auch heuer wieder wahr und bietet 138 jungen Menschen eine solide Berufsausbildung. In Zeiten der Krise ist die Steigerung des Ausbildungsangebots um 25 Prozent besonders wichtig“, sagt Personalstadtrat Klaus Luger. Das Ausbildungsangebot der 206 Lehrlinge des Magistrats umfasst 24 unterschiedliche Berufe. Das Berufsspektrum reicht von der klassischen Büroausbildung über Koch-, Maler-, Gartenbau- und Straßenbaulehre bis zur Informations-Technologie. 21 Lehrlinge haben sich für eine Lehre mit Matura entschieden. „Mich freut besonders, dass alleine der Magistrat selbst 69 neuen Lehrlingen eine gute Berufsausbildung anbietet“, freut sich Personalreferent Luger.

Im Magistrat wird seit 2004 vor allem auf ein Ausbildungsangebot für Jugendliche mit sozialen Defiziten und Lernschwächen Wert gelegt. Zudem wird seit 2005 verstärkt auf die Ausbildung behinderter Jugendlicher gesetzt. Sie sollten unter anderem durch eine im Durchschnitt um ein Jahr längere Lehrzeit einen Ausbildungsabschluss erhalten. Rund zwei Drittel der Magistrats-Lehrlinge weisen derzeit in irgendeiner Form einen Förderbedarf auf.

384 Lehrstellen in der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Die Stadt und ihre Betriebe sind der zweitgrößte Lehrstellenanbieter der Landeshauptstadt. Von Magistrat, AKh, LINZ AG, Seniorenzentren, LIVA, Design Center (DC), GWG und Ars Electronica Center werden 384 Jugendliche gut ausgebildet. Auf die einzelnen Betriebe verteilen sich die Ausbildungsplätze wie folgt:

Unternehmensgruppe Linz mit 384 Ausbildungsplätzen

Unternehmensgruppe Stadt Linz mit 384 Ausbildungsplätzen

Ausbildungsoffensive mit 138 neuen Lehrplätzen

Ab 1. September stehen bei der Stadt und ihren Betrieben 138 neue Lehrstellen zur Verfügung. Den Hauptanteil stellt wiederum der Magistrat mit 69 Ausbildungsplätzen. Diese Ausbildungsoffensive 2009 wird vom Allgemeinen Krankenhaus mit 25, der LINZ AG mit 25 und den Seniorenzentren mit 13 Lehrstellen mitgetragen. AEC, Design Center, GWG und LIVA steuern heuer sechs neue Lehrplätze bei.

138 Neuaufnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe Linz

138 Neuaufnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Magistrat Linz: 69 neue Lehrplätze ab 1. September

Mit 1. September 2009 beginnen 69 junge Menschen ihre Ausbildung im Magistrat. Damit bietet der Magistrat insgesamt 206 jungen Menschen eine Berufsqualifizierung. Für die Lehrbetreuung stehen 158 AusbildnerInnen zur Verfügung.

In den folgenden 18 Berufsfeldern werden  die 69 neuen Lehrlinge beim Magistrat aufgenommen:

Berufe  Aufnahmen 
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn 1
Bürokaufmann/-frau, VerwaltungsassistentIn 18
Einzelhandelskaufmann/-frau 1
ElektroenergietechnikerIn 2
Garten- und Grünflächengestaltung - Landschaftsgärtnerei 9
Gartenbau 6
Informationstechnologie-InformatikerIn 3
Informationstechnologie-TechnikerIn 1
Installations- und GebäudetechnikerIn 4
Kfz-TechnikerIn 1
Koch/Köchin 9
MalerIn 1
MaschinenbautechnikerIn 4
MetallbearbeitungstechnikerIn 1
Straßenerhaltungsfachmann/-frau 6
VeranstaltungstechnikerIn 1
VermessungstechnikerIn 1
Gesamt 69

AKh: 25 neue Lehrplätze in sechs Berufen

Das Allgemeine Krankenhaus bildet insgesamt 44 Lehrlinge aus. Diese Woche starten 20 neue Lehrlinge in elf verschiedenen Berufen. Bis Anfang Oktober werden noch zusätzlich 5 Köche/Köchinnen aufgenommen.

 Berufe Aufnahmen 
Bürolehrlinge  8
Informationstechnologie-Technik  2
MaschinenbautechnikerIn  2
ElektroanlagentechnikerIn  1
ElektrobetriebstechnikerIn  1
Gartenbau  1
Koch/Köchin  6
KonditorIn  1
Pharmazeutisch-kaufmännische AssistentIn  1
TexteilreinierIn  1
ZahntechnikerIn  1
Gesamt  25

Seniorenzentren: 13 neue Lehrplätze in vier Berufen

30 Lehrlinge zählen zu den seit der Magistratsreform verselbständigten Seniorenzentren Linz. Die neu aufgenommenen dreizehn Lehrlinge werden in vier verschiedenen Berufen ausgebildet.

Berufe   Aufnahmen
Bürolehrlinge  4
Garten- und Grünflächengestaltung - Landschaftsgärtnerei  2
Koch/Köchin  6
MalerIn  1
Gesamt  13

LINZ AG: 25 neue Lehrplätze in sieben Berufen

Die LINZ AG leistet mit 84 Lehrplätzen ihren Beitrag zur Lehrlingsausbildung. Die Lehrlinge werden in einer eigenen Lehrwerkstätte ausgebildet. Die LINZ AG bildet hauptsächlich Bürokaufleute und ElektroenergietechnikerInnen aus. Weiters gibt es noch die Berufe Sanitär- und KlimatechnikerIn, ElektronikerIn und MaschinenbautechnikerIn. Seit 2007 gibt es die Möglichkeit, den Doppelberuf Kfz-TechnikerIn/-ElektrikerIn zu erlernen. 25 neue Lehrlinge haben bereits mit ihrer Berufsausbildung begonnen.

 Berufe Aufnahmen 
Bürolehrling  7
ElektroenergieechnikerIn  9
Installations- und GebäudetechnikerIn  1
ElektronikerIn  1
MaschinenbautechnikerIn  2
Kfz-TechnikerIn  2
Speditionskaufmann/-frau  3
Gesamt  25

Übrige Unternehmensgruppe mit sechs neuen Lehrstellen

Die GWG bildet derzeit fünf Lehrlinge als Immobilienkaufleute aus. Im Design Center werden zwei VeranstaltungstechnikerInnen und zwei Bürokaufleute ausgebildet. In der LIVA lernen ein Veranstaltungstechniker, ein Sportadministrator und ein Bürokaufmann. Im Ars Electronica Center sind drei Lehrlinge als KommunikationstechnikerInnen und Informationstechnologie-TechnikerInnen beschäftigt. Zwei von ihnen wurden neu aufgenommen.

Die GWG bildet zusätzlich einen Lehrling für den Beruf Immobilienkauffrau/-mann aus. Die LIVA schafft einen neuen Lehrplatz für eine/n SportadministratorIn. Im Design Center werden zwei Veranstaltungstechniker neu ausgebildet.

Unternehmen   Aufnahmen
GWG 1
LIVA 1
Design Center 2
AEC 2

Hoher Aufwand für Lehrlinge mit Lernproblemen lohnt sich

Der Aufwand für die integrativen Lehrlinge und die Lehrlinge mit Förderbedarf ist relativ hoch, da sie verschiedenste Anfangsschwierigkeiten zu bewältigen haben.

  • Lernschwierigkeiten auf Grund eines fehlenden oder negativen Hauptschulabschlusses, Unterricht nach Lehrplan einer Sonderschule auf Grund eines sonderpädagogischen Förderbedarfs
  • Eingliederungsprobleme durch Beeinträchtigungen wie Behinderung, Misshandlung, Drogenkonsum oder Familienprobleme
  • Sprachschwierigkeiten
  • Mangelnde Motivation aufgrund erfolgloser Lehrstellensuche

Sämtliche Fördermaßnahmen werden für jeden einzelnen Lehrling bereits zu Beginn der Ausbildung speziell erarbeitet und müssen laufend angepasst werden, um einen positiven Abschluss der Berufsausbildung zu erreichen. Gezielte Maßnahmen und eine intensive Zusammenarbeit zwischen AusbildnerInnen und den Lehrlingen sind für einen Lehrabschluss notwendig.

2009: 30 Ausbildungsverträge mit Förderbedarf

30 Ausbildungsverträge im Magistrat wurden mit speziellem Förderbedarf abgeschlossen, das sind 44 Prozent der insgesamt 69 neuen Lehrplätze.

Es sind auch heuer wieder 20 eigene Lehrplätze oder 30 Prozent aller neuen Lehrplätze im Magistrat für die integrative Ausbildung geschaffen worden. Hier kooperiert der Magistrat mit diversen Vereinen, zum Beispiel mit dem Verein Jugend am Werk.

2008: 44 Ausbildungsverträge mit Förderbedarf

Im Jahr 2008 wurden 44 Ausbildungsverträge im Magistrat mit speziellem Förderbedarf abgeschlossen. Das waren 62 Prozent der insgesamt 71 neuen Lehrplätze. 20 eigene Lehrplätze oder 30 Prozent aller neuen Lehrplätze im Magistrat wurden für die integrative Ausbildung geschaffen.

2007: 47 Lehrlinge absolvierten eine verlängerte Lehre

47 Jugendliche absolvierten 2007 eine um ein Jahr verlängerte Lehre und drei eine Ausbildung im Rahmen der Teilqualifikation. Zwei Jugendliche haben die Teilqualifikation mit Abschlussprüfung im Jahr 2007 bereits absolviert.

Heuer im Sommer haben die ersten drei Lehrlinge, die eine Ausbildung im Rahmen einer verlängerten Lehrzeit machen, eine Lehrabschlussprüfung geschafft.

Förderunterricht durch Perfect Learning

Das Nachhilfeinstitut Perfect Learning (Pele) unterstützt die Lehrlinge vor allem in den Hauptfächern wie Französisch, Rechnungswesen, Buchhaltung und Mathematik. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 1.212 Förderstunden organisiert, für das Ausbildungsjahr 2008 waren es 938 Stunden. 2009 stieg das Förderungsangebot auf 1.549 Stunden.
Wenn es notwendig ist, werden für die Jugendlichen individuelle Lehrpläne erstellt, die permanent überprüft und an neue Situationen angepasst werden müssen. Bei den Lernzielkontrollen und den Förderstunden wird der Schwerpunkt im Magistrat vor allem auf die Lerngegenstände gelegt.

Im Magistrat wird darauf Wert gelegt, durch ständigen Kontakt mit den Berufsschulen, regelmäßige Besprechungen mit den AusbildnerInnen, Berufsausbildungsassistenzen und regelmäßige Gespräche mit den Lehrlingen die auftauchenden schulischen Probleme rechtzeitig zu erkennen und zu lösen.

Schulung für 158 AusbildnerInnen

Für die Ausbildung im Magistrat stehen den Lehrlingen 158 zertifizierte AusbildnerInnen zur Verfügung. Diesen werden regelmäßig interne Fortbildungsseminare zu den Themen Kommunikation und Konfliktbewältigung, Persönlichkeitsbildung und Führungsverhalten, Soziale Kompetenz, Pädagogik und Didaktik, Motivation und Gesprächsführung sowie Eigenständigkeit und Zeitmanagement angeboten.

Um auch weiterhin den speziellen Anforderungen in der Lehrlingsausbildung entsprechen zu können, wird ab Herbst 2009 das Seminarprogramm erweitert. Die AusbilderInnen haben dann die Möglichkeit die Fortbildungsseminare „Herausforderung – Next Generation“, „Alles im Leben ist Kommunikation“,  „Mit Konflikten sinnvoll umgehen“, „Leistungen von jungen Menschen beurteilen“, „Interkulturelle Kompetenz“, „Einsteigen statt aussteigen“ und „Coaching in Kleingruppen“ zu besuchen.

Förderung für besonders qualifizierte Lehrlinge: Lehre mit Matura

Seit 1. September 2008 besteht die Möglichkeit, mit dem Lehrabschluss auch die Matura zu erlangen. Die Kosten für die Matura übernimmt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Die Berufsmatura muss innerhalb der Lehrzeit begonnen werden. Die letzte Prüfung muss spätestens fünf Jahre nach dem Lehrabschluss positiv abgelegt werden. 900 Unterrichtseinheiten mit Anwesenheitspflicht sind in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und im Fachbereich zu absolvieren. Die Kurse können in der Freizeit oder innerhalb der Dienstzeit besucht werden, wenn der Dienstgeber zustimmt.

Diese Berufsmatura ist eine große Chance für junge Menschen, neben der Lehre auch die Berechtigung für ein Studium zu erhalten. Derzeit nehmen 21 Lehrlinge im Magistrat, im AKh und in den städtischen Seniorenzentren an Kursen für die Berufsmatura teil. Lehrlinge mit sehr guten Leistungsbeurteilungen sowie mit guten Leistungen in der Berufsschule können großteils während der Dienstzeit die Maturakurse besuchen. Am 26. Juni 2009 sind zehn Lehrlinge zur mündlichen Matura in Englisch angetreten, davon haben acht mit durchaus gutem Erfolg bestanden.

Laut Personalstadtrat Klaus Luger nimmt der Magistrat auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse seiner Lehrlinge Rücksicht. „Die Stadt Linz hat sich zum Ziel gesetzt, den städtischen Lehrlingen einen bestmöglichen Einstieg ins weitere Berufsleben zu geben und die Qualität der Lehrlingsausbildung durch die Berufsmatura weiter zu erhöhen“, ist Stadtrat Klaus Luger überzeugt.

Lehre mit Matura beim Magistrat und den städtischen Betrieben

Die Lehrlinge des Magistrats werden bei einer Informationsveranstaltung im Oktober 2009 über Kurssystem und Ablauf der Lehre mit Matura unterrichtet und haben dann die Möglichkeit, sich für die Berufsmatura anmelden.

Derzeit bereiten sich 8 Lehrlinge auf die Matura in Englisch im Juni 2010 vor. 11 Lehrlinge der Stadt und zwei Lehrlinge des AKh besuchen seit Dezember 2008 einen Vorbereitungslehrgang auf die Deutschmatura. Im Herbst 2009 wird es noch ein speziell auf die Prüfungsanforderungen abgestimmtes Training geben. Die Prüfung wird am 2. Dezember 2009 stattfinden.

 Fach Magistrat  AKh   SZL
Englisch  8    
Deutsch  11  2  
Gesamt  19  2  

Seit 10. Dezember 2008 finden in Kooperation mit der Volkshochschule Kurse für Deutsch und Englisch statt. Im November 2009 werden Vorbereitungslehrgänge für die Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch starten.

Bei einem späteren Leistungsabfall am Arbeitsplatz oder in der Berufsschule durch die zusätzliche Herausforderung der Berufsmatura können die Lehrlinge nachträglich von Kursen befreit werden, damit die erfolgreiche Lehrabschlussprüfung nicht gefährdet ist.

Bei einer Leistungssteigerung ist ein nachträglicher Einstieg in die Berufsmatura innerhalb der Dienstzeit auch möglich.

Es entstehen weder für den Dienstgeber noch für die DienstnehmerInnen direkte Kosten. Die Lehrlinge werden etwa vom Magistrat Linz für 3,5 Stunden pro Woche für die Berufsmatura freigestellt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Personalreferent Stadtrat Klaus Luger zum Lehrstellenangebot der Stadt Linz und ihrer Unternehmen ab 1. September)

Für Medienanfragen:
Christian Reiter

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