Suche

STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 02.09.2008

52 Prozent der Stadtfläche sind Grünland, Wald und Wasser

Wohnbaureserven für mindestens 18 Jahre gesichert

Trotz der hohen Dynamik im Wohnbau, bei Infrastruktureinrichtungen und bei Kulturbauten beträgt der Anteil von Grünflächen und Gewässern an der gesamten Stadtfläche mehr als 50 Prozent. Dies sei für eine Industriestadt ein auch im internationalen Vergleich bemerkenswert hoher Anteil, betont der Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger. Der Schutz für stadtumrandende Grünräume, besonders in Pichling, in Urfahr und im Linzer Westen bleibe ein zentrales Ziel der Linzer Raumordnung, um die Lebensqualität für zukünftige Generationen abzusichern.   

Die gesamte, rein für den Wohnbau nutzbare Baulandreserve der Stadt Linz beträgt 144 Hektar. Im Gegensatz zu anderen Städten verfügt die Linzer Stadtplanung auch mittelfristig über ausreichende Grundstücke für Wohnbauten. Wenn man davon ausgeht, dass auch in Zukunft 800 Wohnungen pro Jahr gebaut werden, würde die aktuelle Baulandreserve ohne Inanspruchnahme derzeitigen Grünlands für die nächsten 18 Jahre reichen.

Wesentlich prägen die 113 frei zugängigen Parks und Grünanlagen auf 197 Hektar die Lebensqualität in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. In den letzten 20 Jahren ist ein Drittel dieser Parks (64 Hektar) neu entstanden. Insgesamt pflegen 111 MitarbeiterInnen und 35 Lehrlinge des Magistrates diese Grünflächen. Rein rechnerisch betreut jede/r MitarbeiterIn eine Grünfläche im Ausmaß von rund 1,35 Hektar (13.500 ).

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass die Stadt Linz auch die größte Waldbesitzerin in der Landeshauptstadt ist. Von den insgesamt 1.650  Hektar Wald im Stadtgebiet gehört ein Drittel, exakt 550 Hektar, dem Magistrat. Die daraus gewonnenen Holzerträge werden zum überwiegenden Teil verkauft, ein Drittel der Holzmenge wird für den Betrieb der stadteigenen Hackschnitzelanlage verwendet.

Nicht ohne Stolz verweist Planungsstadtrat Klaus Luger auf eine positive Baum-Öko-Bilanz. Den seit dem Jahr 2004 insgesamt in Linz gefällten 1.354 Bäumen stünden 3.400 neu gepflanzte gegenüber. „Vor allem in großen zusammenhängenden Wohngebieten wie am Bindermichl oder in der Solarcity habe sich die Öko-Bilanz merklich verbessert. Insgesamt ergibt sich seit 2004 eine positive Öko-Bilanz von 2.046 neuen Bäumen. Im Jahresschnitt beträgt der Zuwachs an Bäumen in Linz 500 Stück. Zudem konnten noch seit 2004 insgesamt 21.126 verschiedenste Sträucher in ganz Linz gesetzt werden“, listet Luger weiters auf.

Wasser, Parks, Grünflächen, Wälder: 52 % der Stadtfläche

Die Stadt Linz betreibt trotz der hohen Baudynamik, speziell im Wohnbau, bei Infrastruktureinrichtungen und bei Kulturbauten eine vorsichtige Flächenpolitik. Vor allem der hohe reine Grünlandanteil von 45 Prozent der gesamten Stadtfläche soll auch in Zukunft annähernd konstant bleiben. Der Grünland- und Gewässeranteil beträgt nach wie vor für eine Industriestadt bemerkenswerte hohe 52 Prozent. Der Schutz für stadtumrandende Grünräume, besonders in Pichling, in Urfahr und im Linzer Westen bleibt ein zentrales Ziel der Linzer Raumordnung.

Darstellung des Prozentanteils von Gewässer und Grünland, Bauland-Wohngebiet, Betriebs- und Gewerbegebiet, Industriegebiet und Verkehrsflächen

Wohnbaureserven für mindestens 18 Jahre gesichert

Die gesamte mit Wohnungen bebaubare Baulandreserve ohne gemischte Baugebiete der Stadt Linz beträgt 144 Hektar. Im Gegensatz zu anderen Städten verfügt die Linzer Stadtplanung auch mittelfristig über ausreichende Grundstücke für Wohnbauten. Wenn man davon ausgeht, dass 800 Wohnungen pro Jahr gebaut werden und der Brutto-Gesamtflächenbedarf pro Wohnung etwa 100 Quadratmeter beträgt, so ergibt sich ein Jahresflächenbedarf für den Wohnungsneubau von ca. 8 Hektar (80.000 ). Dies würde für die nächsten 18 Jahre reichen.

Flächen in Hektar
  Wohngebiet Kerngebiet  gemischtes Baugebiet  eingeschränktes Baugebiet 
Nettobauland 1.486 225 140 135
Flächennutzung 1.348 219 121

109

Reserve 138 6 19 26

Beim gemischten bzw. nur bedingt für Wohnbau verwendbaren Baugebiet gibt es eine zusätzliche Reserve von 45 Hektar, wodurch der Bedarf rein rechnerisch für weitere fünf Jahre abdeckbar wäre.

Grünflächen in Linz

Übersichtsansicht des Linzer Stadtgebiets (Einzeichnung der Grünflächen)

113 frei zugängliche Grünanlagen und Parks

Ein Drittel in den letzten 20 Jahren neu geschaffen

Einen wesentlichen Teil der Grünqualität von Linz prägen die öffentlich zugänglichen Parkanlagen. Derzeit stehen der Bevölkerung 197 Hektar (1.973.912 ) Grünflächen in 113 Park- und Grünanlagen zur Verfügung.

In den letzten 20 Jahren entstanden 64 Hektar (648.400 ) neue Parkanlagen. So wurde 1989 der 14.000 Quadratmeter große Park an der Johann-Wilhelm-Klein-Straße im Stadtteil Dornach / Auhof vollendet. 1990 folgte der Bergschlößlpark an der Waldeggstraße mit 24.600 Quadratmetern Fläche.

Ein Jahr später war der 13.500 Quadratmeter große Park Simonystraße in Kleinmünchen fertig. 1992 wurde der Park Baumgärtelstraße in Steg mit 11.470 Quadratmetern und 1993 der Panuli-Park an der Wiener Straße mit 18.500 Quadratmetern angelegt. Beim Seniorenzentrum Franckviertel entstand 1995 der 25.000 Quadratmeter große Volksgarten Ing.-Stern-Straße.

Weitere größere Erholungsanlagen errichtete die Stadt Linz unter anderen 1997 an der Dauphinestraße im Stadtteil Kleinmünchen mit 12.200 Quadratmetern und im Jahr 2000 an der Pulvermühlstraße in Urfahr mit 9.000 Quadratmetern. Der 186.000 Quadratmeter große Landschaftspark in der Solarcity Pichling wurde in den Jahren 2001 bis 2007 gestaltet. Im Jahr 2003 entstand mit dem Stadtpark auf 10.800 Quadratmetern erstmals seit 100 Jahren ein zusätzlicher Park in der dicht verbauten Innenstadt. 
Ende Juni 2007 wurde der Landschaftspark Bindermichl-Spallerhof mit einer Größe von 8,3 Hektar der Bevölkerung übergeben. Der Bahnhofspark mit 10.800 Quadratmetern Gesamtfläche wird noch heuer fertig gestellt. Ebenfalls bis zum Herbst laufen die Arbeiten für eine teilweise Neugestaltung des Parks am Hessenplatz.

Jahr Neue Parkanlagen Fläche in m2
1989 Denkstraße Park 1.565
1989 ÖKO Park 10.820
1989 Johann-Wilhelm-Klein-Straße 14.328
1990 Bergschlößlpark 24.592
1990 Waldlehrpfad 8.970
1991 Simonystraße (Sommerstraße, Dürerstraße) 13.493
1992 Baumgärtelstraße 11.468
1993 Prunerstift 4.002
1993 Panuliwiese 18.511
1993 WAG-Park 18.035
1993 Hummelhofwald 93.902
1994 Dauphinestraße Seniorenzentrum 5.195
1994 Dallingerstraße 11.986
1995 Ing.-Stern-Straße 25.068
1997 Dauphinepark 12.162
1999 Sombartstraße beim Seniorenzentrum 17.649
2000 Pulvermühlpark 9.050
2001 Löwenfeldvilla 2.450
2001 - 2007 Solarcity Pichling Landschaftspark 186.304
2002/2003 Stadtpark 10.807
2003 Lenauüberplattung 2.785
2003/2004 Im Haidland 9.304
2004 Schiffbaustraße 2.800
2004 Andreas-Hofer-Park 6.321
2006 Bleibtreustraße 1.820
2006 Lonstorferplatz 3.783
2007 Bindermichlpark 83.000
2007 Zerzerstraße 1.415
2007 Ottensheimer Straße (Obere Donaustraße) 1.728
2007 Spinnereipark 13.150
2008 Hillingerstraße beim Seniorenzentrum 1.320
2008 Poschachervilla 9.012
2008 Bahnhofspark 10.797
2008 Dompark 800
Gesamtsumme 648.392

146 MitarbeiterInnen betreuen Linzer Parkanlagen

Insgesamt betreuen 11 Arbeitspartien mit 111 MitarbeiterInnen und 35 Lehrlingen die Linzer Grünflächen. Die Gesamtkosten für die Grünflächenbetreuung (423 Hektar) beträgt rund 7 Millionen Euro, die Parkbetreuung (197 Hektar) kostet im Schnitt etwa 3,3 Millionen Euro Die Betreuung eines Quadratmeters Stadtgrün kostet im Schnitt 1,67 Euro pro Jahr.

Die intensive Nutzung des Donauparks verursacht auch eine betreuungsintensive Pflege dieser Grünflächen im Stadtzentrum. Pro Quadratmeter investiert die Stadt hier 2,20 Euro. Zum Vergleich: Im Volksgartenpark liegt dieser Wert bei 1,42 Euro pro Quadratmeter, im Bauernbergpark bei 1,35 Euro.

Stadt ist größter Waldbesitzer in der Landeshauptstadt

Waldkäufe sichern freien Zugang für zukünftige Generationen

Mit 550 Hektar Wald ist die Stadt Linz auch die größte Waldbesitzerin in der Landeshauptstadt. Insgesamt beträgt die Gesamtwaldfläche auf Stadtgebiet 1.650 Hektar. 20 Prozent davon sind Nutzwald. Die daraus gewonnenen Holzerträge werden zum überwiegenden Teil verkauft, ein Drittel der Holzmenge wird für den Betrieb der stadteigenen Hackschnitzelanlage verwendet.

Seit 1988 hat die Stadt Linz rund 3 Quadratkilometer Wald erworben. Das entspricht nahezu zwei Dritteln ihres ursprünglichen Waldbesitzes. Bedeutend für die Grünlandsicherung war 1992 der Kauf von 1,74 Quadratkilometern Augebiet an der Traun mit dem Großen und Teilen des Kleinen Weikerlsees, der sich heute zur Gänze in städtischem Eigentum befindet. Rund 80 Prozent der unter Naturschutz gestellten Traunauen sind heute in öffentlichem Besitz und ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Solarcity.

1995 kaufte die Stadt Linz um rund sieben Millionen Euro etwa einen Quadratkilometer des Schiltenbergwaldes im Stadtteil Ebelsberg. Er liegt direkt vor der Haustür der Wohnanlagen Ennsfeld und Kastgründe mit 2.800 Wohnungen.

Im Bereich des Haselgrabens in Urfahr wuchs der städtische Waldbesitz seit 1988 um etwa 70.000 Quadratmeter. An der Neufelderstraße wurden beispielsweise 27.000 Quadratmeter erworben.

Für die Betreuung dieser Waldflächen investiert die Stadt Linz jährlich rund 285.000 Euro. 7 MitarbeiterInnen der Stadtgärten arbeiten nur für die Betreuung der Waldflächen.

Öko-Bilanz: 2000 Bäume mehr als im Jahr 2004

Stadtplanung und Stadtgärten Linz können eine positive Baum-Öko-Bilanz ziehen. Den seit dem Jahr 2004 insgesamt 1.354 gefällten Bäume stehen  3.400 neu gepflanzte Bäume gegenüber.

Vor allem in der Solarcity und im Landschaftspark Bindermichl-Spallerhof, also direkt in großen zusammenhängenden Wohngebieten, hat sich die Öko-Bilanz merklich verbessert. Insgesamt ergibt sich daraus eine positive Baumbilanz von 2.046 neuen Bäumen. Im Jahresschnitt beträgt der Zuwachs an Bäumen in Linz 500 Stück. Die rund 1.300 Bäume mussten auch deshalb gefällt werden, um den Bestand zu verjüngen. Vielfach galt es auch Fehler der Vergangenheit zu beseitigen, wenn beispielsweise Bäume zu nahe an Wohnbauten gepflanzt wurden.

Zudem konnten noch seit 2004 insgesamt 21.126 verschiedenste Sträucher in ganz Linz gesetzt werden.

ÖKO-Bilanz
2004 2005 2006 2007
Fällungen 314 321 361 358
Neue Bäume 399 1.282 1.361 358
Baumbilanz + 85 + 961 + 1.000 + 0
Sträucher 3.178 5.995 6.995 4.958

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema „Aktivitäten der Linzer Stadtplanung zur Sicherung der Linzer Grün- und Waldflächen“)

Für Medienanfragen:
Christian Reiter

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at


Bei sämtlichen Inhalten handelt es sich um eine Kopie des Online-Archives der Presseaussendungen der Stadt Linz.   › Impressum