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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 30.10.2006

Stadtentwicklung zwischen Bulgariplatz und Blumauerplatz

Nach dem Bahnhofsviertel ist das Gebiet zwischen Bulgariplatz und Blumauerplatz wohl jenes, dessen Stadtbild sich in den letzten Jahren am stärksten verändert hat.

Mit der Neugestaltung der Wiener Straße findet die Errichtung der Mini-U-Bahn ihren offiziellen Abschluss. Aktuell stehen die Modernisierung von zwei Kindergärten und die Planung eines Wohnbauvorhabens am Areal des ehemaligen Ukh-Hubschrauberlandeplatzes an. Offene Punkte der Stadtentwicklung sind die Standortentwicklung von Siemens / VA-Tech an der Makartstraße sowie die Umnutzung von Flächen, die derzeit von Entsorgungsbetrieben beansprucht werden.

Die Stadtentwicklung am Frachtenbahnhof bringt einen weiteren städtebaulichen Entwicklungsschub für das Stadtgebiet bis zur Wiener Straße.

1. Straßenraumgestaltung Wiener Straße

Am 13. September 2005 fand der Spatenstich zur Neugestaltung der Wiener Straße statt. Die Wiener Straße wird nun zwischen Bulgariplatz und Theater Phönix fertig gestellt. Die Kosten betragen 4,5 Millionen Euro. Der Bau der dritten Etappe bis zur Blumau hängt von den Planungen für das neue Musiktheater ab.

Erster Abschnitt: Bulgariplatz bis Herz-Jesu-Kirche

In der ersten Bauetappe wurde der Straßenraum zwischen Bulgariplatz und Herz-Jesu-Kirche neu gepflastert. Die meisten Bauarbeiten der ersten Etappe dauerten bis Ende November 2005. Zwischen Herz-Jesu-Kirche und Otto-Glöckel-Schule ist ein neuer Platz mit modernen Beleuchtungskörpern und Parkbänken entstanden.



Straßenraumgestaltung Wiener Straße bei Herz-Jesu-Kirche

Zweiter Abschnitt: Lissagasse bis Theater Phönix

Ende März begannen die Arbeiten für die zweite Bauetappe stadteinwärts ab der Lissagasse. Die Bauarbeiten können noch heuer – voraussichtlich bis  spätestens Mitte November - beendet werden.

Auch hier ist eine mit vier Meter breiten Gehsteigen flankierte Einkaufsstraße entstanden. Die Gehsteige sind behindertengerecht mit taktilen Leitsystemen ausgestattet. Insgesamt wurden 65 Robinien neu gepflanzt.

Parkinseln mit 74 Parkplätzen in der Mitte der Wiener Straße gibt es zwischen Lissagasse und Melichargasse sowie zwischen Raimundstraße und Unionstraße. 84 Parkplätze sind an den Straßenrändern vorhanden. Die Wiener Straße ist für den Autoverkehr eine Tempo 30 – Zone.

Vorplatz Theater Phönix

Die Neugestaltung der Wiener Straße endet heuer beim Theater Phönix. Vor dem Theater wird ein 10 Meter breiter Vorplatz mit drei Schanigärten und zwei Bäumen gebaut.

2. Umbau für das Theater Phönix

Mit einer Förderung der Stadt Linz in Höhe von rund 300.000 Euro hat das Theater Phönix ein Gelände an der Anzengruberstraße gekauft, um einen Zubau für den Theaterbetrieb zu schaffen.

Der Zubau mit einer Gesamtnutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern ist bis Ende 2005 renoviert und für das Theater adaptiert worden. Im erneuerten Gebäude sind die Werkstätten, die Proberäume, der Fundus und die Künstlerwohnungen untergebracht. In einer zweiten Etappe wurde ein Teil des Gebäudes bis zum heurigen Sommer aufgestockt.

3. Straßenraumgestaltung beim Lenau-Hochhaus

An der Rilkestraße werden beim Lenau-Hochhaus die Parkplätze neu gestaltet. Ein detailliertes Konzept wird von der Stadtplanung Linz bis Jahresende ausgearbeitet. Ziel ist es, die bisherigen unbefestigten Parkplatzflächen mit einer Asphaltierung zu versehen, Grüninseln herzustellen sowie durch Neupflanzungen von Bäumen wieder für ein angenehmes Wohnumfeld zu sorgen.

4. Wohnbau-Projekt „Grillparzerstraße“ am UKh-Hubschrauberlandeplatz

Auf dem ehemaligen Areal des Hubschrauber-Landeplatzes des Unfallkrankenhauses wollen die Wohnungsgesellschaften GWG und GWB eine Wohnanlage mit 116 Wohnungen sowie Geschäfts- und Büroräumlichkeiten errichten.

In der Tiefgarage sind etwa 150, an der Oberfläche ungefähr 40 Stellplätze geplant.

Die von den Architekturbüros Kaufmann und X-Architekten entworfenen vier Wohnhäuser werden dem Beirat für Stadtgestaltung Ende November 2006 wieder vorgelegt. Im überarbeiteten Vorschlag werden die Häuser um jeweils ein Geschoß reduziert.

Entwurf mit Punkthäusern für Bebauung am ehemaligen Ukh-Hubschrauberlandeplatz

Das knapp 10.000 Quadratmeter große Grundstück im Straßendreieck Lenaustraße, Anastasius-Grün-Straße und Grillparzerstraße ist derzeit als öffentlicher Bauplatz gewidmet und erfordert daher eine Bebauungsplanänderung. Ein Baubeginn ist frühestens ab 2008 denkbar.

5. Hort Raimundstraße mit Kindergarten

Am 14. November 2006 wird der modernisierte und vergrößerte Hort Raimundstraße 17 gemeinsam mit dem viergruppigen Kindergarten offiziell eröffnet. Seit September steht den Kindern hier zusätzlich zum Erdgeschoß auch das erste völlig neu adaptierte Obergeschoß zur Verfügung.

Hort Raimundstraße

Die Ende 2005 begonnene Erweiterung konnte diesen Sommer abgeschlossen werden. Die Kosten betragen rund 600.000 Euro. Der Standort des veralteten Horts an der Kraußstraße wurde aufgelassen.

6. Zwei neue Kindergarten-Gruppen in der Anastasius-Grün-Straße 4a

Das über 40 Jahre alte Hofgebäude wurde von März bis Oktober 2006 mit Kosten von 1,22 Millionen Euro generalsaniert. Planung und Projektsteuerung lagen in der Hand des städtischen Gebäudemanagements.

Hofbebauung Anastasius-Grün-Straße

Bisher waren im Erdgeschoß zwei Kindergartengruppen und im ersten Obergeschoß Mutter-Kind-Räume untergebracht. Nach der Generalsanierung haben nun im ersten Obergeschoß zwei zusätzliche Kindergartengruppen Platz.

Kinderbetreuungseinrichtungen Anastasius-Grün-Straße

7. Berufsschule Makartstraße

Für die Erweiterung der Berufsschule 3 an der Makartstraße stellte die Stadt Linz ein 4.000 Quadratmeter großes Grundstück mit Kosten von 400.000 Euro zur Verfügung.

Ab dem Frühjahr 2007 beabsichtigt das Land Oberösterreich, eine neue Kfz-Werkstätte, eine Kunststoffwerkstätte und eine Schweißerei mit Kosten von etwa 8 Millionen Euro zu errichten. Der Werkstättentrakt im Erdgeschoß mit 2.300 Quadratmetern Nutzfläche soll bis zum Beginn des Schuljahres 2008/2009 fertig sein.

8. Offene Punkte der Stadtentwicklung

Siemens VA-Tech: Aufwertung des Standortes Linz

Die Trafo-Produktion in der Kraußstraße soll nach den Plänen der Siemens VA-Tech zum europaweiten Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Für das Trafo-Kompetenzzentrum werden jedoch zusätzlich rund 5.000 Quadratmeter Fläche notwendig. Darüber hinaus soll an diesem Standort die Schaltschrankherstellung situiert werden, die sich derzeit noch in Haid / Ansfelden befindet.

Areal Siemens – VA-Tech an der Kraußstraße

BewohnerInnen-Tiefgarage Vierthalerstraße

Am Bulgariplatz soll von der Wohnungsgesellschaft Neuen Heimat im Bereich der Vierthalerstraße eine BewohnerInnen-Tiefgarage mit 48 Parkplätzen entstehen. Derzeit wird an einem Finanzierungskonzept gearbeitet.

Projekt BewohnerInnen-Tiefgarage Vierthalerstraße

Umnutzungsflächen

Im erweiterten Planungsgebiet des Frachtenbahnhofareals grenzen an der Zaunmüllerstraße Entsorgungsbetriebe direkt an das Wohngebiet an. Mittelfristig ist deren Absiedlung vorgesehen.

In Planung befindet sich die Standortverlegung der Firma Bellaflora. Als neues Areal dieses Unternehmens wurde der Südteil des ehemaligen Frachtenbahnhof-Areals (oder eher: das Areal an der Heizhausstraße, im Süden des ehemaligen Frachtenbahnhof-Areals) ins Auge gefasst.

Ebenso existieren Überlegungen von Wohnungsgesellschaften, auf einem Teil der BrauAG-Gründe in der Nähe der Gürtelstraße bis zu 200 Wohnungen zu errichten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Planungsreferent Stadtrat Klaus Kluger zum Thema „Stadtentwicklung entlang der Wiener Straße zwischen Bulgariplatz und Blumauerplatz“)
 

Für Medienanfragen:
Christian Reiter

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