Suche

FRAUEN
Presseaussendung vom 30.10.2006

Strukturelle Gewalt

Fachtagung am 28. November im Alten Rathaus

Strukturelle Gewalt ist allgegenwärtig. Dort, wo einzelne Bevölkerungsgruppen diskriminiert werden oder Chancen-Ungleichheit herrscht, handelt es sich um Ausprägungen struktureller Gewalt. Sie ist unsichtbar und wird von den Betroffenen meist nicht bewusst wahrgenommen, sondern als gegeben hingenommen und toleriert. Strukturelle Gewalt wird nicht von einzelnen Tätern ausgeübt, beruht vielmehr auf traditionellen gesellschaftlichen Normen und ist daher schwer lokalisierbar.

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und der 16 Tage gegen Gewalt lädt das Linzer Frauenbüro gemeinsam mit einigen Linzer Fraueneinrichtungen – autonomes Frauenzentrum, Frauenhaus Linz, Frauen einer Welt“ (Volkshilfe), Linzer Frauengesundheitszentrum, Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie, maiz und VSG-Woman – zu einer Tagung, die sich mit dem Phänomen „Struktureller Gewalt“ auseinandersetzt.

Die TeilnehmerInnen erwartet ein umfangreiches und spannendes Programm am 28. November ab 9.30 Uhr im Alten Rathaus. Die Eröffnung der Veranstaltung wird von Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer und Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer vorgenommen.

Dann beleuchten zahlreiche ReferentInnen das Thema „Strukturelle Gewalt“ unter den verschiedensten Aspekten. Dr. h.c. mult. Johan Galtung, Professor für Friedensforschung in Oslo und Genf, hält einen Vortrag über „Strukturelle Gewalt“. Er war auch derjenige, der den Begriff prägte und ist Gründer des Internationalen Friedensforschungsinstitut in Oslo. 1987 bekam er den Alternativen Friedenspreis und 1993 den Gandhi Preis verliehen.

Maria’ do Mar Castro Varela referiert über “Gewalt gegen Frauen und Mädchen – eine transnationale Perspektive“. Sie arbeitet am Institut für Migrations- und Ungleichheitsforschung in Köln. 

Dr.in Anita Heiliger – bis 2006 wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut in München – setzt sich in ihrem Vortrag mit dem Thema „Geschlechtshierarchische Verhältnisse als strukturelle Voraussetzung für anhaltende Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen“ auseinander.

Dr.in Margit Brückner behandelt in ihrem Referat „Wege aus der Gewalt gegen Frauen und Kinder – häusliche Gewalt als Strukturproblem“. Sie ist Koordinatorin des Studienschwerpunktes „Theorie und Praxis der Frauenarbeit“ an der Fachhochschule Soziale Arbeit und Gesundheit in Frankfurt.

Die Forschungsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Volkswirtschaftstheorie und –politik der WU Wien, MMag.a Dr.in Gabriele Michalitsch informiert über das Thema „Erwählte Unterordnung? – Freiheitsmythen, Geschlechterhierarchien und Frauenerwerbsarbeit“.

Auch eine halbstündige Lesung von Mag.a Daniela Strolz-Holzner steht auf dem Programm. Die Moderation der Fachtagung wird Mag.a DSA Elfriede Fröschl übernehmen.

Anmeldungen werden auf dem Postweg (Linzer Frauenbüro, Altes Rathaus, Hauptplatz 1, 4041 Linz), per Fax +43 (0)732/7070-1193 oder online unter www.linz.at/strukturellegewalt.asp entgegengenommen. Anmeldungsschluss ist der 20. November 2006. Die Kosten betragen 20 Euro pro Person. Kaffeepausen und Mittags-Buffet sind inkludiert. Anmeldeschluss ist der 20. November 2006. 

www.linz.at/frauen .
www.linz.at/strukturellegewalt.

Für Medienanfragen:
Birgit Rösler-Nemeth

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at


Bei sämtlichen Inhalten handelt es sich um eine Kopie des Online-Archives der Presseaussendungen der Stadt Linz.   › Impressum