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MOBILITÄT
Presseaussendung vom 05.10.2006

Beschleunigung Buslinie 12

Ein gut funktionierender öffentliches Verkehrssystem ist wesentlicher Baustein für die Mobilität in der Stadt und dient gleichzeitig zur Verkehrsentlastung in Linz. Der öffentliche Verkehr, speziell die Buslinie 12 von Karlhof nach Auwiesen wird in manchen Bereichen im Betriebsablauf behindert.

Auf Initiative von Stadtrat Jürgen Himmelbauer wurde vom Büro Trafico Verkehrsplanung Gmunden ein Beschleunigungskonzept für die Linie 12 ausgearbeitet. Grundlage der Arbeit sind detaillierte Fahrzeitmessungen und Analysen. Die wesentlichen Schwachstellen und Problempunkte der Linie wurden ermittelt und eine detaillierte Ursachenanalyse ist Basis für ein Bündel von mehr als 20 Maßnahmen unterschiedlichster Art. Ziel dabei ist es, die Fahrplansicherheit und die Pünktlichkeit, vor allem auch in der Hauptverkehrszeit, zu erhöhen. Hauptaugenmerk wurde auf fahrplanmäßige Anschlüsse, kürzere Fahrzeiten und auf eine Senkung der Betriebskosten gelegt.

Die Linie 12

Die Buslinie 12 führt von Karlhof nach Auwiesen und zurück. Sie ist 12,5 Kilometer lang und die Fahrzeit beträgt in eine Richtung durchschnittliche 43 Minuten. Rund 15.000 Fahrgäste pro Tag beziehungsweise rund 4,6 Millionen Fahrgäste pro Jahr sind NutzerInnen der Linie 12. In Abschnitten der Strecke verkehren weitere parallel geführte Buslinien mit ähnlich hohen Fahrgastzahlen (Gruberstraße-Karlhoflinie 25, Goethestraße-Volksgarten Linie 17 und 19, Landwiedstraße Kreuzung Salzburger Straße Linie 41 und 43).

Fahrgastzahlen der LINZ AG LINIEN

Grundsätzlich zeigt die Statistik der beförderten Personen bei den LINZ AG LINIEN in den letzen Jahren ein stetiges Plus. So ist die Zahl der Fahrgäste von 2001 auf 2005 um 5,4 Prozent gestiegen.

2001: 87,13 Millionen Fahrgäste
2002: 87,44 Millionen Fahrgäste
2003: 88,58 Millionen Fahrgäste
2004: 89,82 Millionen Fahrgäste
2005: 91,87 Millionen Fahrgäste

Mit dem vorliegenden Beschleunigungskonzept für die Buslinie 12 soll der Trend, auf Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, weiter unterstützt werden. Fahrplanmäßige Anschlüsse und kürzere Fahrzeiten sind dabei ein wesentliches Kriterium, auch neue KundInnen für das Öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen.

Ursachen für Verzögerungen


Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten kommt es bei der Linie 12 an verschiedenen Stellen aus unterschiedlichen Ursachen zu Verzögerungen. Vor allem Staus, unzureichende Beeinflussung von Signalanlagen, fehlende Busspuren, Verparkungen und ungünstige Haltestellenausbildungen tragen zu Verzögerungen im Betrieb der Buslinie 12 bei.Die Idealfahrzeit der Linie beträgt laut einschlägigen Richtlinien 30 Minuten. Die Untersuchung hat jedoch gezeigt, dass im Durchschnitt 13 Minuten Fahrzeit je Fahrt „verloren“ gehen. Ein Teil davon soll durch das vorliegende Beschleunigungsprogramm eingespart werden.

Konzept zur Beschleunigung

Bei der heuer durchgeführten Untersuchung haben sich drei Abschnitte, in denen die Busse am massivsten behindert werden, herauskristallisiert. Es sind dies der Bereich Nord (Rechte Brückenstraße – Donaulände - Gruberstraße), der Bereich Mitte (Europaplatz – Goethestraße – Stelzhamerstraße) und der Bereich Süd (Haltestelle Salzburgerstraße bis Laskahof). In der Studie zur Beschleunigung der Linie 12 wird daher aus Effizienzgründen vorgeschlagen, die ersten Maßnahmen in diesen Bereichen umzusetzen.

Prioritäre Maßnahmen:

Anlage einer Busspur auf der Rechten Brückenstraße in Fahrtrichtung Donaulände (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 45 bis 49 Sekunden)

Anlage einer Busspur in der Gruberstraße zwischen Lederergasse und Parkbad (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 26 bis 31 Sekunden)

Anlage einer Busspur in der Gruberstraße zwischen Khevenhüllerstraße und Europaplatz (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 38 bis 46 Sekunden)

Verkehrsberuhigung Goethestraße zwischen Volksgarten und Dinghoferstraße (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 93 bis 133 Sekunden)

Umbau Kreuzung Landwiedstraße / Laskahofstraße / Salzburger Straße (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 34 bis 59 Sekunden)

Busspur Dauphinestraße (durchschnittlicher Fahrzeitverlust: 18 bis 21 Sekunden)

Die genannten Maßnahmen stellen den Kern des Beschleunigungsprogrammes dar. Im Durchschnitt gehen in den sechs Abschnitten bis zu 5,5 Minuten je Umlauf verloren. Zu den Verkehrsspitzenzeiten sind die Fahrzeitverluste bedeutend höher. Von den Vorschlägen zur Beschleunigung der Linie 12 würden auch andere parallel verkehrende Bus- und Obuslinien (17,19, 25, 41 und 43) profitieren.

Die Gesamtkosten für die Umsetzung der sechs vorgeschlagenen Maßnahmen liegen bei 270.000 Euro.

Weitere Vorgehensweise


Bei der vorliegenden Studie wurde auch auf die mögliche Umsetzung des Konzepts geachtet. So bewirken die geplanten Maßnahmen keine unzumutbaren Beeinträchtigungen für den übrigen Kfz-Verkehr. Auch eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit für den übrigen Verkehr ist nicht gegeben und auch die Belange des Radverkehr sind berücksichtigt. Von der vorgeschlagenen Verkehrsberuhigung der Goethestraße würde sogar ein ganzer Stadtteil profitieren, da eine Grüngestaltung dieses Straßenzuges wesentlich einfacher durchführbar wäre.
Das Konzept zur Beschleunigung der Buslinie 12 steht im nächsten Mobilitätsausschuss zur Diskussion.

Für Medienanfragen:
Silvia Kremsner

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