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GESUNDHEIT
Presseaussendung vom 20.10.2006

Labordiagnostik-Institut feiert 20-jähriges Bestehen

Unterstützung für AKh-MedizinerInnen und UKH

Das Lebenselixier Blut steht im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts für medizinische und chemische Labordiagnostik unter der Leitung von Prim. Dr. Herbert Stekel. Auch wenn nur in seltenen Fällen persönlicher Kontakt mit den PatientInnen besteht, so nimmt doch jede/r, dem Blut oder andere Körperflüssigkeiten durch Punktion abgenommen werden, die Leistungen des Zentrallabors – wie es AKh-intern genannt wird – in Anspruch. Pro Jahr führen die 40 MitarbeiterInnen rund 3,5 Millionen Einzelanalysen durch.

In dieser Woche feiert das AKh-Zentrallabor sein 20-jähriges Bestandsjubiläum als eigenständiges Institut. Heute kann man noch bis 16 Uhr beim Tag der offenen Tür den MitarbeiterInnen des AKh-Labors bei der Arbeit über die Schulter schauen, moderne Laborarbeitsplätze besichtigen und sich zum Beispiel darüber zu informieren, welche Standard- und Spezialuntersuchungen Blut von der Abnahme bis zur Diagnose durchläuft.

Vorsorge – Diagnose – Nachsorge

Das Leistungsspektrum des Zentrallabors umfasst alle Routineuntersuchungen vom Blutbild bis zum Leberprofil und von der Gerinnungsstörung bis zur rheumatischen Erkrankung. Die Ergebnisse unterstützen die ÄrztInnen dabei, sichere und schnelle Diagnosen zu stellen, die Medikamentendosis exakt auf die Bedürfnisse der PatientInnen einzustellen und den Behandlungserfolg zu überprüfen. Eine Reihe schwerer und teilweise häufiger Erkrankungen ist  überhaupt nur durch Labormethoden sicher zu diagnostizieren. Dazu zählen Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel: Diabetes), Hepatitis, Leukämie oder HIV. Ohne Befassung des Labors wird auch keine onkologische Therapie durchgeführt, denn Laboranalysen können oftmals schon vorab Auskunft darüber geben, ob ein/e PatientIn auf die Therapie ansprechen wird.

Auch bei Vorsorgeuntersuchungen spielt das Labor eine zentrale Rolle, indem zum Beispiel durch die Ermittlung von Cholesterinwerten und Triglyzeriden das Risiko einer späteren Erkrankung eingeschätzt werden kann. Ebenso läuft das Prostata-Screening, das unter anderem beim jährlichen Männergesundheitstag durchgeführt wird, über das AKh-Labor. In Oberösterreich und Tirol, hier werden regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Prostatakarzinom und Screenings angeboten, gibt es im Österreichvergleich übrigens die wenigsten Prostataerkrankungen.

Ist der/die PatientIn entsprechend seiner Erkrankung medikamentös eingestellt, beginnt gemeinsam mit dem Labor die oft lebenslange Nachsorgephase. So betreut das Zentrallabor des AKh Linz DiabetikerInnen, begleitet PatientInnen mit Gerinnungsstörungen, wenn alle zwei bis drei Wochen Laborkontrollen notwendig werden, und gibt Therapieempfehlungen.

Rund um die Uhr im Einsatz – auch für das UKH

Das Zentrallabor des AKh Linz betreibt auch ein Notfalllabor, das an 365 Tagen rund um die Uhr einsatzbereit ist. Dadurch können für Akutfälle auf schnellstem Wege die notwendigen Laborbefunde geliefert werden. Davon profitiert auch das UKH, das seit Juli 2005 mitbetreut und mit allen Laborleistungen versorgt wird. Die durchschnittliche Probentransportzeit von den UKH-PatientInnen bis ins Labor beträgt mit der Rohrpost knapp drei Minuten. Auch der neue Schockraum der AKh-Unfallambulanz ist direkt an die Rohrpostanlage angebunden.

Weltweit bekannte Entwicklungen

Weltweit einen Namen hat sich das Zentrallabor mit der Entwicklung verschiedener Gentests gemacht. So etwa mit einem Test zur Unterscheidung einer genetisch bedingten Laktose-Unverträglichkeit von einer nur vorübergehenden Unverträglichkeit, zum Beispiel als Folge einer entzündlichen Darmerkrankung. Auch das Aufspüren von Herpesviren, das manchmal mehrere Tage dauerte, konnte durch eine in Fachkreisen weltweit Aufsehen erregende Entwicklung des AKh-Zentrallabors auf maximal vier Stunden eingeschränkt werden.

Kostensenkende Wirkung

Je schneller das Labor Analysen erstellen kann, desto früher kann die richtige Therapie für die PatientInnen einsetzen. Das Zentrallabor des AKh Linz leistet damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren medizinischen Versorgung der PatientInnen, hilft die Liegedauer zu verkürzen und spart so dem Gesundheitssystem Kosten.

Das Zentrallabor beansprucht übrigens nur 2,5 Prozent des AKh-Gesamtbudgets – und das bei rund 3,5 Millionen Einzelanalysen pro Jahr.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal zum Thema „20 Jahre selbständiges Institut für medizinische und chemische Labordiagnostik am AKh Linz")

Weitere Gesprächspartner:
Dr. Heinz Brock MBA, Medizinischer Direktor
Dr. Karl Lenz, Verwaltungsdirektor
DGKP Erich O. Gattner MSc, Pflegedirektor
Prim. Dr. Herbert Stekel, Vorstand des Instituts für Labordiagnostik
Univ.-Doz. Jörg Berg, Bereichsleiter Molekularbiologie

www.akh.linz.at (neues Fenster).

Kontakt:
AKh  Tel.: +43 (0)732/7806 1339

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